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14.12.2017

Dienst- und Geschäftswagen-Versteuerung

Darauf sollten Verbraucher bei der Auswahl eines digitalen Fahrtenbuchs achten

Zum 1.1.2018 stehen Millionen von Dienst- und Geschäftswagennutzern wieder vor der Entscheidung wie sie ihr Fahrzeug im kommenden Jahr versteuern: Pauschale 1%-Regelung oder Fahrtenbuchmethode? Beim wachsenden Angebot digitaler Fahrtenbücher sollten Verbraucher ein besonderes Augenmerk auf die rechtliche Konformität legen, warnt der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB).

Nur noch wenige Wochen bleiben bis zum Jahreswechsel und so drängt für jeden Firmen- oder Geschäftswagenfahrer in Deutschland die Frage, mit welcher Methode sein Fahrzeug im kommenden Jahr versteuert werden soll. Zur Auswahl stehen die oft teurere Pauschalversteuerung sowie das zeitaufwändige Führen eines Fahrtenbuchs. Besonders betriebliche Vielfahrer könnten mit einem Fahrtenbuch eine hohe Steuerersparnis realisieren, doch schrecken der Zeitaufwand und möglicher Ärger mit dem Finanzamt bisher die meisten Steuerzahler ab. In den letzten Jahren haben sich als Folge immer mehr digitale Fahrtenbücher als zeit- und steuersparende Alternative etabliert. 

Wird eine digitale Lösung in Betracht gezogen, ist es jedoch ratsam bei der Auswahl des konkreten Anbieters etwas mehr Zeit zu investieren. Das Finanzamt stellt an ein digitales Fahrtenbuch nämlich strenge Vorgaben, die erfüllt werden müssen, so der LSWB.

Zu den Anforderungen an elektronische Lösungen gehören neben der zeitnahen und lückenlosen Erfassung jeder Fahrt vor allem auch die Manipulationssicherheit des Fahrtenbuchs. Es gilt: Die aufgezeichneten Fahrten dürfen unter keinen Umständen löschbar, sondern nur kommentierbar sein. Jede nachträgliche Bearbeitung eines Kommentars muss für die Finanzbehörden nachvollziehbar in einer Änderungshistorie aufgeführt werden. Generell darf eine Fahrt nur innerhalb von sieben Tagen bearbeitet werden, damit das Fahrtenbuch als “zeitnah geführt” gilt.

Ein weiteres Detail, das häufig übersehen wird: In der Praxis kommt es oft zu sogenannten Mischfahrten, etwa wenn auf dem Arbeitsweg noch ein Kundenbesuch erledigt wird. Für die korrekte Dokumentation solcher Fahrten muss die Software entsprechend ausgelegt sein, sodass die Kilometer anteilig als Arbeitsweg beziehungsweise als Dienstfahrt deklariert werden können.

Werden diese rechtlichen Anforderungen vom Anbieter genau berücksichtigt (und bestenfalls von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt), ist eine digitale Lösung grundsätzlich empfehlenswert: Eine zuverlässige und zusammenhängende Aufzeichnung der Fahrten ist digital deutlich einfacher als bei der handschriftlichen Methode.

In den gängigen App-Stores gibt es zwar viele kostengünstige oder sogar kostenlose Fahrtenbuch-Applikationen, hier ist die rechtliche Konformität jedoch oftmals nicht gegeben. Im Zweifel empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Steuerberater, um zu klären, ob die Lösung wirklich zulässig ist.

Aktuell gibt es mit Vimcar (Fahrtenbuchstecker mit integrierter SIM-Karte) nur eine Lösung auf dem Markt, die von den deutschen Steuerberaterverbänden offiziell empfohlen wird und gleichzeitig durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft getestet wurde.

In jedem Fall sollte vor dem Kauf auch geprüft werden, ob ein digitales Fahrtenbuch steuerlich wirklich attraktiv ist. Die genaue Ersparnis hängt von mehreren Faktoren ab, vor allem aber vom betrieblichen Nutzungsgrad: Je mehr das Fahrzeug betrieblich genutzt wird, desto attraktiver ist die Fahrtenbuchmethode. Ein Umstieg von der pauschalen 1%-Methode ist entweder bei Anschaffung eines neuen PKWs oder jetzt zum Jahreswechsel möglich.

 

Der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e.V. (LSWB) ist Interessenvertreter und Dienstleister von über 6.300 Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in eigenen Kanzleien und Gesellschaften. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern beraten, betreuen und prüfen sie einen bedeutenden Teil des Mittelstands im Freistaat.

Ansprechpartner: Heiko Haffmans,
(Tel: 089 27 32 14 32, E-Mail: presse@lswb.de)

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Zunächst ein Blick zurück ins Jahr 2017:

Wer seine Einkommensteuererklärung für 2016 noch nicht geschafft hat, sollte sich jetzt beeilen. Bereits Ende Mai 2017 lief die gesetzliche Frist ab; wer steuerlich vertreten ist, konnte sich auf die Fristverlängerung für die steuerberatenden Berufe zurückziehen, die meist bis zum 31.12.2017 (in einigen Bundesländern sogar bis zum 28.02.2018) reicht.

Für Arbeitnehmer, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet waren, konnte bis 31.12.2017 noch rückwirkend bis zum Steuerjahr 2013 eine Veranlagung beantragt werden; in 2018 rückwärts bis 2014. Die möglichen Erstattungsansprüche werden zum Teil lukrativ mit 6 % vom Finanzamt verzinst. Da in den vergangenen Jahren die Erstattungen durchschnittlich bei 900 Euro lagen, lohnt es sich für viele Arbeitnehmer, eine Steuererklärung einzureichen, auch wenn keine Pflicht besteht.

Zum 1.1.2018 stehen Millionen von Dienst- und Geschäftswagennutzern wieder vor der Entscheidung wie sie ihr Fahrzeug im kommenden Jahr versteuern: Pauschale 1%-Regelung oder Fahrtenbuchmethode? Beim wachsenden Angebot digitaler Fahrtenbücher sollten Verbraucher ein besonderes Augenmerk auf die rechtliche Konformität legen, warnt der Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB).

Unter dem Motto „Nachhaltigkeit: diskutieren, leben, weitergeben“ fand am 13. Oktober in München der erste Nachhaltigkeitstag des Landesverbands der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB) statt. Die Veranstaltung richtete sich an Kanzleiinhaber und Nachhaltigkeitsbeauftragte und sollte den Blick auf ganz verschiedene Facetten der weitläufigen Materie werfen, die bei weitem nicht beim Thema Umweltschutz endet.  


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